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Roller und Moped Pflege & Wartung
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Roller und Moped Pflege & Wartung

Pflege, Wartung & Winterschlaf

Motorradreiniger Motul E2 Moto Wash Auch der beste Roller ist nicht frei von Alterungsprozessen. Vernachlässigt man die Pflege & Wartung, die mit der Reinigung beginnt, sich mit der Schmierung verschiedenster beweglicher Teile fortsetzt und der Erneuerung von Verschleißteilen abschließt, hat man statt dem schicken Vorzeigemodell recht bald eine unansehnliche und zudem gefährliche Rostlaube unterm Hintern. Witterungseinflüsse sind oft unterschätzte Feinde von Roller und Moped. Lassen Sie ihren Roller (im doppelten Sinne des Wortes) nicht im Regen stehen. Wie der Mensch, so mag auch die Spezies "Roller" keine Nässe. Die Gefahr einer Erkältung besteht zwar nicht, dafür macht sich bei mangelnder Pflege schnell Rost am Zweirad zu schaffen. Während die Erkältung wieder verschwindet, entstehen an Roller und Moped bleibende Schäden. Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen, worauf man selbst achten kann und welche Produkte zum sinnvollen Grundbestand in der Hobby-Werkstatt gehören.

Die richtige Pflege von Roller und Moped

"Gründlich Reinigen!" lautet das oberste Gebot, wenn man mit einem Roller unterwegs sein will, der nicht nur gut aussieht, sondern auch jederzeit funktioniert, wie er soll. Sind beispielsweise Kabelzüge verdreckt, übersieht man daran schnell Risse und andere Beschädigungen. Dies gilt ebenso für die Reifen und andere Roller Teile. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Roller Reinigung. Am gründlichsten wird der Roller immer noch mit der guten altmodischen Kombination aus Wassereimer, Lappen und sanftem Reinigungsmittel (Spülmittel oder besser gebrauchsfertigen Motorradreiniger Motul E2 Moto Wash, der auf jeden Fall den Lack schont, Gummiteile nicht angreift und dank seiner aktiven Gelform lange einwirken kann) vom Schmutz befreit. Bei dieser Reinigungsmethode ist man auch am dichtesten am Gefährt und etwaige Probleme fallen schon beim Waschen ins Auge. Achten sollte man darauf, dass man immer mit genügend Wasser reinigt, besonders wenn man sich an die lackierten Flächen des Rollers macht. Dort sollte auch ein zweiter, weicher Lappen verwendet werden, der nicht schon mit Bremsstaub, winzigen Sandkörnchen, Schmiere usw. eingedreckt ist, da sonst Kratzer vorprogrammiert sind.

Gerade beim Putzen von lackierten Teilen sollte mit Wasser nicht gespart werden. Der Lappen ist ohne Druck über die Flächen zu bewegen. In der Praxis hat es sich als hilfreich erwiesen, eine kleine Pumpdruck-Reinigungsflasche (Pumpsprüher) zum Spülen zu verwenden. Gereinigt wird der Roller grundsätzlich von oben nach unten. Vorsicht ist in der Waschbox von Tankstellen geboten. Wer auf den Hochdruckreiniger nicht verzichten möchte (z.B. bei einer schnellen Zwischenwäsche), sollte wenigstens auf den richtigen Abstand zum Fahrzeug achten. Der Mindestabstand von 40cm sollte in jedem Fall eingehalten werden, denn Dichtungen am Roller können durch den hohen Wasserdruck schnell beschädigt werden und das Wasser kann sogar das Innerste des Rollers erreichen und ungewollt Kabel und Teile der Elektrik "waschen". Auch an der Tankstelle empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Reinigungsmittels wie dem Motorradreiniger Motul E2 Moto Wash, denn erstens kennt man die genauen Inhaltsstoffe des Tankstellen-Shampoos (ist es z.B. frei von Silikonen?) nicht, zweitens ist es auf Dauer günstiger, das Moped bzw. den Roller mit dem eigenen Reinigungsmittel einzusprühen und den Reinigungsstrahler lediglich zum Vorspülen und Klarspülen zu verwenden. Ist schließlich alles sauber, verringert ein Pflegemittel wie das Hochglanztiefenpflege Motul E5 Shine & Go die Neuverschmutzung.

Zweiradgarage Abdeckplane Speeds Outdoor S-XXL Müssen Teile der Bremsanlage (Bremsscheibe, Bremssattel, Bremsbeläge usw.) entfettet werden, bietet sich der Gebrauch von Bremsenreiniger an. Die Antriebs-Kette sollte hingegen mit einem speziellen Kettenreiniger vom alten Fett befreit werden, denn Bremsenreiniger ist zu aggressiv und zerstört unter Umständen die O-Ringe der Kettenglieder. Die Kette sollte alle 300-500km am besten mit einer geeigneten Reinigungsbürste gründlich gereinigt und mit einem speziellen abschleuderfesten Kettenspray wie Motul Chain Lube Road + neu gefettet werden. Nach Regenfahrten sollte die Kette ebenfalls nachgefettet werden.

Motul hat daran gedacht, dass man nicht immer in der Nähe der Heimwerkstatt sein kann und sein Chain Lube auch in eine praktische, nachfüllbare 100ml Flasche gefüllt, die auf jeder längeren Fahrt dabei sein sollte. Unterlässt man die nötige Kettenpflege, kann man sich darauf einstellen, wahrscheinlich noch innerhalb der Saison neue Teile besorgen zu müssen, denn erst verschleißt die Kette im Eiltempo, beinahe zeitgleich verabschieden sich auch die Zahnkränze, die sich ohne Schmierung stark abnutzen. Im schlimmsten Fall (bis dahin muss man aber schon sehr nachlässig gewesen sein) springt die ausgeleierte Kette vom Zahnkranz und verwickelt sich auf dem Weg zwischen Hinterrad und Motor - Antriebsritzel. Bei voller Fahrt verheißt dies nichts Gutes. Fazit: Wer hier Geld sparen will, zahlt später drauf. Gute Kettenpflegemittel kosten zwar ein paar Euro, rentieren sich aber, da sie die Lebenserwartung der Kette deutlich verlängern. Auch Bowdenzüge (wie der Gaszug) sollten regelmäßig geschmiert werden. Die Verwendung von WD-40 Multispray bietet sich heirzu an. Das vielseitig einsetzbare Kriechöl gehört zum Grundrepertoire des Schraubers und sollte immer vorrätig sein.
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    Wartung nach Plan

    Die regelmäßige Wartung des Rollers führt ihn nicht nur in ein hohes Alter mit über 100.000km Laufleistung (die beispielsweise ein Yamaha Aerox problemlos schaffen kann), sondern beschert seinem Fahrer auch ein sicheres Gefühl, wenn er weiß, dass alles in bester Ordnung ist. Je nach Modell und Hersteller gibt es einen Wartungsplan, den man nicht ignorieren sollte. Für viele Wartungsarbeiten ist entsprechendes Werkzeug für Roller und Moped erforderlich. Vor einer Reparatur oder Wartung sollte man sich vergewissern, dass neben allen benötigten Ersatzteilen auch die passenden Schraubenschlüssel (praktischerweise als Steckschlüsselsatz im Koffer), Blockierwerkzeug und typspezifische Werkzeuge wie Zündkerzenschlüssel, Abzieher, sowie Öle, Chemie und Schmiermittel usw. zur Hand sind. Bestehen Zweifel am eigenen Können, ist stets ein Fachmann zu konsultieren. Dies gilt insbesondere für Wartungsarbeiten an der Bremsanlage und Lenkung. Grundsätzlich sind immer die gleichen Wartungsarbeiten (wenigstens jährlich, auch wenn Laufleistung nicht erreicht) durchzuführen:
    • Alle 500km:
      • Antriebskette reinigen und schmieren, ggf. Kettenspannung prüfen und einstellen
      • Motor Ölstand (nur 4-Takter) / Ölbehälter Füllstand (nur 2-Takter, die einen separaten Öltank besitzen) prüfen
      • Reifendruck prüfen (sofern nicht anders angegeben i.d.R. vorn: 1,8-2,2bar hinten: 2,0-2,3bar)
    • Alle 1000km:
      • bei Säurebatterie: Säurestand prüfen, ggf. destilliertes (!) Wasser nachfüllen
      • Lenkkopflager prüfen (Roller auf Hauptständer, Vorderrad frei): Lenker links und rechts bis Anschlag bewegen und auf Leichtgängigkeit achten. Bei Feststellung von Rastpunkten erneuern, bei Spiel Lenkkopflager nachziehen, bei Schwergängigkeit lockern und wieder soweit anziehen bis gerade noch leichtgängig. Vorsicht: zu festes Anziehen beschädigt das Lager recht schnell
      • Bremsanlage prüfen (Hydrauliksystem + Bremsbeläge)
      • bei Schaltgetriebe: Kupplungshebelspiel einstellen
      • bei Speichenrädern: Speichenspannung prüfen (jede Speiche muss "klingen", wenn man mit dem Finger dagegen schnippt)
      • Bremsflüssigkeitsstand prüfen, jährlich vollständig wechseln und entlüften
      • Kraftstoffsystem, besonders Benzinhahn auf Dichtigkeit untersuchen, alle 4 Jahre Kraftstoffleitungen erneuern
      • Reifen auf Profiltiefe und Beschädigungen untersuchen
      • Getriebeöl / Motoröl und Ölfilter wechseln (Ölfilterwechsel empfohlen, spätestens aber bei jedem zweiten Wechsel)
      • Beleuchtungseinrichtung, Fahrzeugelektrik auf Funktionalität prüfen
      • Leerlaufdrehzahl prüfen (je nach Modell 800-1100 U/min)
      • bei flüssigkeitsgekühlten Motoren: Kühlmittelstand prüfen
    • Alle 6000km:
      • Vergaser reinigen
      • Steuerkette / Steuerriemen prüfen
      • Radzentrierung prüfen
      • Radlager auf Spiel prüfen
      • Luftfilter wechseln
      • Ventilspiel prüfen und einstellen
      • Kraftstoffleitungen prüfen
    • Alle 12000km:
      • Gabelöl wechseln
      • Fahrzeugrahmen und Aufhängung prüfen / vermessen
      • Zündkerze(n) wechseln


    Batterie Ladegerät Speeds BL530 für 6V / 12V Blei, MF, Gel, 5-120Ah

    Der Roller Winterschlaf

    Wenn im November die Sonne nur noch tief am Himmel steht und die Tage kälter werden, ist es für Roller und Fahrer an der Zeit, eine Winterpause einzulegen. Der Roller steht dann meist für einige Monate regungslos herum und die Vitalzeichen werden auf ein Minimum reduziert. Das Erwachen nach dieser Pause fällt dem ein oder anderen Modell dann freilich etwas schwer. Jedoch kann man diese "Frühjahrsmüdigkeit" verhindern, wenn man den zweirädrigen Gefährten zum Jahresende richtig ins Bett gebracht undn ordentlich zugedeckt hat. Im Einzelnen bedeutet dies, dass man sämtliche Wartungsarbeiten erledigt und seinen Roller gründlich gereinigt hat.

  • Der Ölwechsel (bei 4-Takt Motoren) sollte noch im alten Jahr erfolgen, damit das Frühlings-Erwachen nicht mit altem Schmodder-Öl im Motor beginnt. Entsprechend dem Motor greift man zum 2-Takt Motoröl, das bei manchen Roller und Moped Modellen in einen separaten Behälter gegeben wird und zum Saisonende noch einmal geprüft und ggf. aufgefüllt wird oder zum 4-Takt Motoröl, das bei warmen Motor komplett gewechselt wird. Viele Hersteller empfehlen im jährlichen Wechselintervall auch das Getriebeöl (je nach Roller Modell findet Motul Gear / Gearbox 80W90, Motul Transoil 10W30 oder Transoil 10W40 Verwendung) zu tauschen.
  • Die Batterie sollte ausgebaut und warm gelagert werden. Minusgrade führen nicht selten zu Tiefenentladung und der Energiespeicher lässt sich im Frühjahr dann manchmal nicht mehr reanimieren. Über die verhältnismäßig lange Standzeit sollte die Batterie zudem an ein Ladegerät mit Erhaltungsladefunktion (bzw. Batterie Trainer Funktion) angeschlossen werden. Billige Ladegeräte können jedoch ausfallen und es kann zu Kurzschlüssen im Gerät kommen. Daher ist es sinnvoll, einmalig in ein Profigerät zu investieren, dass man auch gleich für die Auto-Batterie verwenden kann. Das Speeds BL530 ist definitiv eine Empfehlung wert. Das gute Stück kostet zwar knapp 50 Euro, aber die damit versorgten Batterien werden bei guter Pflege erheblich älter und wenn die ersten Sonnenstrahlen dem Roller wieder Leben einhauchen wollen, spart man sich den Ärger einer leeren Batterie, weil das Ladegerät einen unbemerkten Defekt hatte. Der hohe Ladestrom von 5,3A bringt eine überzeugende und batterieschonende Schnellladung. Eine kleine Rollerbatterie ist mit dem Speeds BL530 bereits nach ca. 1 Stunde wieder vollständig aufgeladen.
  • Ist der Stromversorger gut untergebracht, widmet man sich der Vergaser Schwimmerkammer. Diese ist über eine Schraube nahe der Vergaser Unterseite vollständig zu entleeren, da sich die entzündlichen Teile im Sprit über die längere Standzeit verflüchtigen und der Neustart im Frühling kaum noch gelingt. Alternativ kann man bei laufendem Motor auch einfach den Benzinhahn schließen und warten, bis der Roller von allein aus geht. Die Kammer ist dann leer.
  • Der Tank hingegen wird randvoll mit Kraftstoff befüllt, um Korrosion im Tankinneren zu vermeiden. Ein Kunststofftank wiederum wird ebenfalls vollständig entleert.
  • Der Reifendruck ist ggü. dem normalen Fahrbetrieb um 0,5bar zu erhöhen. Durch die längere Standzeit stehen sich die Reifen eher platt, eine Unwucht im kommenden Jahr ist die Folge. Läuft es richtig schlecht und die Mantelfläche hat sich stark verformt, hilft nur noch ein neuer Reifen. Am besten haben beide Räder in der Winterpause ohnehin keinen Bodenkontakt. Ein entsprechender kleiner Unterbau aus festen Materialien (der Literatur-Banause nimmt hierfür Bücher) kippt den Roller ein kleines Stück in die richtige Richtung.
  • Der Benzinhahn wird geschlossen.
  • Gummiteile hält der eine oder andere mit Silikonspray geschmeidig. Vorsicht ist mit dem Mittel aber bei Dichtungen geboten, denn Silikon lässt Gummi aufquellen. Ungefährlicher und mit Konservierungseffekt ist die Verwendung der Hochglanztiefenpflege Motul E5 Shine & Go. Das Mittel verhilft dem Lack zu einem feinen Glanz, hält Kunstoff- und Gummiteile geschmeidig und überzieht den gesamten Roller mit einem feinen Schutzfilm, der auch Feuchtigkeit weitgehend vom Roller fern hält, da die behandelten Oberflächen glatter werden. Ein strahlender Roller sieht also nicht nur besser aus, sondern ist auch unanfälliger für Witterungseinflüsse. Ein Anti-Beschlag-Spray fürs Helm Visier macht übrigens auf sehr ähnliche Weise die Oberfläche geschmeidiger, indem die Unebenheiten / Lücken mit Nanopartikeln aufgefüllt werden. Das Wasser zerfließt hierdurch schon an der Oberfläche und kann nicht hängen bleiben.

    Wie man sich bettet... - die richtige Roller Plane

    Zweiradgarage Abdeckplane Speeds Outdoor S-XXL Für all jene Roller, die es nicht so gut haben, an einem trockenen, witterungsgeschützten Platz wie einer Garage stehen zu dürfen, ist die Anschaffung einer winterfesten Zweirad Abdeckplane dringend angeraten. Bevor man aber zur falschen Plane greift, nutzt man besser die Erfahrung eines sachkundigen Herstellers. Unser Tipp: Im Speeds Zubehör Sortiment finden sich speziell entwickelte Outdoor Zweiradgaragen , die unter anderem 100 % wasserdicht, UV-stabilisiert und kältestabil sind. Hat man das robuste Polyestergewebe der Speeds Garage selbst einmal zwischen den Fingern gefühlt, wird man sicher nie wieder eine billige Baumarkt-Plane über seinen Roller werfen. Im online-Handel kursieren leider sehr viele Produkte, die eigentlich für den Innenbereich konzipiert sind und lediglich mit einer wasserundurchlässigen Sperrschicht überzogen werden. Wie die Speeds sind diese Planen zwar absolut wasserdicht, dabei aber auch kompromisslos luftdicht, wodurch sich häufig Staunässe bildet. Aufgrund ihrer geringen Stärke und fehlender UV-Beständigkeit halten sie daneben Wind und Wetter nicht dauerhaft Stand und sind sehr reißanfällig. Somit laufen sie ihrem Zweck, vor Nässe zu schützen, völlig entgegen. Dabei kostet eine echte Outdoor Plane je nach Größe teilweise nicht einmal 10 Euro mehr.

    Roller, die eine feste, trockene Unterkunft gefunden haben, sollten hingegen mit einer Indoor Abdeckplane bedacht werden. Eine Indoor Zweiradplane hält über den Winter Schmutz vom Roller fern und schützt vor Lackschäden. Auch hier sollte man direkt zu einer Speeds greifen, denn dieses Leichtgewicht einer Plane ist besonderes atmungsaktiv, wo andere dies nur versprechen. Steht der Roller nicht im Freien ist diese Eigenschaft wichtig, denn fehlende Luftzirkulation führt zu Schwitzwasserbildung unter der Zweiradgarage. Im Innen- wie Außenbereich ist in jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Plane nicht ebenerdig mit dem Boden abschließt, sondern ein Zwischenraum für den Luftaustausch bleibt.
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